Mülheim an der Ruhr, 20. November 2015

Alle Unternehmen brauchen digitale Strategien:
Auftaktveranstaltung Mittelstand 4.0 im Lichthof

Über hundert Unternehmer aus der Region nutzten das gemeinsame Angebot von Unternehmerverband, IHK und Mülheim & Business Wirtschaftsförderung, sich über die Folgen der Digitalisierung zu informieren. „Alles, was digitalisiert werden kann, wird auch früher oder später digitalisiert. Die Wucht der Digitalisierung wird alle Branchen und nicht nur die Konsumgüterindustrie treffen“, das waren die zentralen Botschaften der Auftaktveranstaltung Mittelstand 4.0, die am 18. November im HAUS DER WIRTSCHAFT stattfand. Nun sind weitere Workshops geplant.

„Gerade kleine und mittlere Unternehmen müssen sich diesem Thema stellen. Digitalisierung muss Chefsache sein“, so der gemeinsame Aufruf der Präsidentin der Industrie- und Handelskammer, Jutta Kruft-Lohrengel und des Vorsitzenden des Mülheimer Unternehmerverbandes, Hanns-Peter Windfeder. Zwar biete der digitale Wandel, der auch unter den Überschriften „Industrie 4.0“, „Internet der Dinge“ oder „Vernetzung der Produktion“ diskutiert werde, große Chancen, aber es gebe auch noch einen großen Nachholbedarf.

Um ihre Botschaft zu unterstreichen, hatten die Organisatoren des Auftakts führende Experten aus dem Bereich Industrie 4.0 eingeladen. Dagmar Dirzus, Geschäftsführerin beim Verein Deutscher Ingenieure (VDI), unterstrich in ihren Ausführungen das enorme Tempo des digitalen Wandels. Die Steigerung der Leistungsfähigkeit von Computern in den vergangenen Jahren habe sich zwar weitgehend rumgesprochen, doch von der Dimension der Veränderung machten sich nur wenige ein Bild. Benötigten etwa die USA für die Simulation von Atomwaffenexplosionen Ende der 90er Jahre noch einen fußballfeldgroßen, hunderte Millionen Euro teuren Rechner, ist ein Rechner mit gleicher Kapazität heute für jedermann für 350 Euro erwerbbar.

Für die Verankerung von digitalen Strategien in der Unternehmenskultur warb Eduard Sailer, Geschäftsführer Technik beim ostwestfälischen Hausgeräte-Hersteller Miele. Mit großer Entschlossenheit geht Miele beim Internet der Dinge voran. Das Geschäft mit den Waschmaschinen zum Beispiel wird von Daten und ihrer Vernetzung erobert. Google und Amazon haben Hausgeräte und ihre intelligente Verzahnung mit den Bedürfnissen der Kunden längst im Visier. Auch Sailers Botschaft war eindeutig: „Es liegt im Wesen einer Revolution, dass sie Gewinner und Verlierer kennt; so auch die Digitalisierung. Wer die Herausforderung nicht annimmt, wird verlieren.“

Geplanter Workshop

Nach der Auftaktveranstaltung ist nun die Unternehmerschaft selbst gefragt. Wirtschaftsförderer Jürgen Schmitzmeier verwies auf eine Fragebogenaktion, die helfen soll, ein passgenaues Angebot für die heimische Wirtschaft zu entwickeln. „Jedes Unternehmen braucht eine individuelle Lösung. Deswegen ist es wichtig, dass wir mehr darüber erfahren, an welchen Stellen konkret Informationsbedarf besteht“, erläuterte Schnitzmeier. Verschiedene Aspekte der Digitalisierung sollen dann in Workshops vertieft werden. Zudem verwies Schnitzmeier auf konkrete Beratungsangebote und Kompetenzen vor Ort. Bei IHK, Unternehmerverband, Mülheim & Business, aber auch bei der Hochschule Ruhr-West gibt es konkrete Ansprechpartner und vielfältige Angebote, die hiesige Unternehmen nutzen können.



Download

Laden Sie hier die
Broschüre zum HAUS
DER WIRTSCHAFT
im praktischen PDF-
Format herunter
PDF-Download

Freie Büros

Hier sehen Sie eine
Auswahl freier Büroflächen
Grundrisse ansehen

Mietauskunft

Rufen Sie uns gerne direkt an
oder senden Sie eine E-Mail:

Patricia Dodd
Tel. (0208) 696 12-271

E-Mail senden
HAUS DER WIRTSCHAFT · Wiesenstraße 35 · 45473 Mülheim an der RuhrImpressum